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| Stadtwerke Augsburg eröffnen Taubenhaus auf der Bushalle |
| Neues in Augsburg - Pressemitteilungen der Stadt Augsburg |
| Montag, den 12. Dezember 2011 um 10:55 Uhr |
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Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch klingt, macht bei näherem Hinsehen Sinn: Um dem Taubenproblem in ihren Bushallen Herr zu werden und die Zahl der Tiere einzudämmen, haben die Stadtwerke auf dem Dach einer der Bushallen ein Taubenhaus gebaut – ganz im Einklang mit dem Augsburger Stadttaubenkonzept. Nun wurde das Taubenhaus von Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Walter, dem Augsburger Umweltreferent Rainer Schaal und dem städtischen Taubenbeauftragten Rudolf Reichert für die Tiere eröffnet. Mit dem Taubenhaus auf dem Dach der kleinen Bushalle des Busbetriebshofs an der Lechhauser Straße werden die Stadtwerke sowohl dem Tier- als auch dem Arbeitsschutz gerecht. Der Taubenschlag soll mittelfristig die Vögel davon abhalten, sich in der Bushalle niederzulassen und vor allem dort zu nisten. Zu diesem Zweck werden die Tiere angelockt und angefüttert, damit sie auf Dauer ihre jetzigen Standorte verlassen und in das Taubenhaus umsiedeln, sprich: Aus den Bushallen verschwinden. Dort haben sie sich auf Balken, Rohren und Leitungen unter der Decke niedergelassen und mit ihrem Kot die abgestellten Busse, aber auch Geräte, Ladekabel für die Fahrzeuge oder den Boden verdreckt. Das führte nicht nur zu einem erheblichen Reinigungsaufwand, sondern ist auch für die Mitarbeiter der Stadtwerke nicht ungefährlich: Der anfallende Vogelkot enthält Mikroorganismen und Parasiten, die beim Menschen unter anderem Infektionen und Allergien auslösen können. Die Vögel sollen in dem Taubenhaus aber auch brüten. Das nunmehr zwölfte Taubenhaus in der Stadt ist nämlich Bestandteil des bundesweit anerkannten Augsburger Stadttaubenkonzeptes, das zur dauerhaften Verkleinerung der Population führen soll. Deswegen werden den Vögeln in dem Haus Nistplätze mit Futterversorgung angeboten, damit die Tiere dort ihre Brut aufziehen. Nach der ersten Aufzuchtphase werden später die Eier im Gelege gegen Attrappen getauscht, damit sich die Tauben nicht zu stark vermehren. In den betreuten Taubenschlägen in der Stadt sind im vergangenen Jahr 5.400 Eier ausgetauscht worden; vor sechs Jahren waren es rund 13.000 ausgetauschte Eier, was für eine deutliche Verringerung der Anzahl spricht. Das Taubenhaus ist nicht nur gut für die Tiere und die Mitarbeiter, sondern mit etwa 14.000 Euro auch vergleichsweise günstig; Alternativen wie Netze unter den Hallendecken wären mit rund 70.000 Euro allein für eine Halle deutlich teurer gewesen. Jedes Jahr haben die Stadtwerke rund 10.000 Euro Reinigungskosten wegen des Taubendrecks aufwenden müssen. Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Walter, Umweltreferent Rainer Schaal und der Taubenbeauftragte der Stadt, Rudolf Reichert (v.re.), eröffnen das Taubenhaus auf dem Dach einer Omnibushalle an der Lechhauser Straße Bildnachweis: Stadtwerke Augsburg |

